Schulpartnerschaft

Schulpartnerschaft mit der Schule Madre Admirable in Lima, Peru

Als Schule in der Tradilimation der Ordensgründerin des Sacré-Coeur-Ordens, Sophie Barat, wollen wir unsere Schüler zu einem Bewusstsein erziehen, Verantwortung in der globalisierten Welt auch für die Menschen zu übernehmen, die am Rand der Gesellschaft stehen. So wie für Sophie Barat ist auch für uns Bildung und Herzensbildung, sowie die Gewissheit, dass immer der Einzelne vor Gott steht, das Fundament für den Einsatz für mehr Gerechtigkeit in der Welt. Damit nehmen wir das Anliegen von Papst Franziskus auf, das er in seinem Apostolischen Schreiben Evangelii Gaudium wie folgt beschreibt: „Die Armen sind die ersten Adressaten des Evangeliums“ und es besteht „ein untrennbares Band zwischen unserem Glauben und den Armen“ (EG 48). Aus diesem Grund geht es „darum zu lernen, Jesus im Gesicht der anderen, in ihrer Stimme, in ihren Bitten zu erkennen“ (EG 91).

In diesem Sinne pflegen eine Schulpartnerschaft mit der Schule Madre Admirable in El Agustino, einem Elendsviertel von Lima, Peru . Diese Partnerschaft besteht zum einen darin, dass wir einzelne Projekte der Schule in Lima fördern und unterstützen wollen, wie z.B. den Bau einer Backwerkstatt, den Verkauf von an der dortigen Schule produzierten Handarbeitsartikeln oder auch Finanzierungshilfe zum Mittagessenangebot für bedürftige Kinder. Zum anderen wollen wir es unseren Schülern ermöglichen, dort vor Ort ein Sozialpraktikum in Form eines Exposures zu absolvieren. Damit erfahren unsere Schüler hautnah die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, denen das Nötigste zum Leben fehlt. Durch pädagogische Begleitung reflektieren die Schülerinnen und Schüler die wechselseitige Bedingtheit der Lebensumstände von Armen und Reichen im globalen Dorf. Dieses Exposure soll künftig jährlich durchgeführt werden. Ziel ist es auf diese Weise in der Schulgemeinschaft der Sophie-Barat-Schule Hamburg ein Bewusstsein zu schaffen, dass die Lebensbedingungen in dieser Welt gerechter gestaltet werden müssen und jeder Einzelne an seinem Ort Verantwortung dafür trägt. Durch die Präsenz und die Hilfe unserer Schüler in Lima wird die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen auf eine solide Grundlage gestellt und weitere Projekte zur Unterstützung können spezifiziert und ausgeführt werden.

Unsere Partnerschule Madre Admirable in Lima

Madre Admirable in Lima ist eine Schule unter der Leitung des Sacré-Coeur-Ordens. Der Kontakt zu dieser Schule ist über unsere Beratungslehrerin Frau Willemsen entstanden, die in früheren Jahren selbst in Peru gearbeitet hat. Die Schule besteht aus einer Primarstufe (Klasse 1-6) und einem weiterführenden Zweig (Klasse 7-10) mit einem mittleren Bildungsabschluss. Des Weiteren gehören zu der Schule ein Kindergarten und eine Vorschule, sowie eine Förderschule für Kinder mit geistiger Behinderung. Am Nachmittag finden berufsfördernde Maßnahmen für die Jugendlichen ab Klasse 8 statt, die sonst ohne Aufsicht auf der Straße bleiben würden. Diese Maßnahmen finden in Werkstätten auf dem Gelände der Schule statt und vermitteln erste Kenntnisse in handwerkliche Betätigungen, die die Schüler für ihre berufliche Zukunft nutzen können. 1500 Schülerinnen und Schüler aus El Agustino besuchen die Schule, das Kollegium besteht aus 150 Lehrerinnen und Lehrer. Die Schule liegt direkt am Rande des Elendsviertels El Agustino, in dem die Schüler und Schülerinnen mit ihren Familien wohnen. Nur wenige Behausungen dieses Viertels verfügen über die notwendige Grundversorgung mit Strom, Wasser und Abwasser.

 

 

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Das Exposure

Zwei Lehrer und eine Abiturientin, die in Lima ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren möchte, fahren mit 19 Schülern für vier Wochen nach Lima, Peru. Die Unterkunft befindet sich im Gästehaus des Sacré-Coeur-Ordens in Chorillos, einem sicheren Wohnviertel an der Küste Limas. Nach der hl. Messe am Morgen fahren die Schüler zur Schule Madre Admirable in El Agustino. Hier sollen unsere Schülerinnen und Schüler den Alltag peruanischer Schüler erleben und begleiten, ihre Erfahrung reflektieren und anschließend in die Schulgemeinschaft der Sophie Barat Schule tragen, um das Bewusstsein für die globale Verantwortung zu prägen und die Schulpartnerschaft weiter zu fördern.

 

 

 

A. Willemsen und L. Justenhoven