Schon zum zweiten Mal sind an der Sophie-Barat-Schule in Zusammenarbeit mit dem Kulturforum21 Filme zum Thema „Das Gedächtnis einer Stadt. Verfemt - eine Spurensuche‘‘ entstanden. Hatte sich der Theaterkurs von Birgit Müller vor allem szenisch mit den Schicksalen von jungen Opfern des NS-Regimes auseinandergesetzt, hat die Klasse 10c in diesem Jahr ganz unterschiedliche Zugänge und kreative Wege gesucht, eigene Beiträge zur Erinnerungskultur unserer Stadt zu produzieren.
Einige Schüler*innen interessierten sich für die Geschichte der Orte in ihrer Nachbarschaft (Ruth Dräger und die Bornstraße 22 und KoLaFu Fuhlsbüttel) und arbeiteten v.a. mit Fotos. Der durch unbekannte Zwangsarbeiter entstandene Bau des heutigen „Grünen Bunkers“ und seine Bedeutung wurde dagegen v.a. auch mit KI-Videos visualisiert und kritisch eingeordnet. Es entstanden Auseinandersetzungen mit den eigenen Familienbiografien (Tagebuch der Ingeborg Fischer, Franz und Erna von Hösslin), in denen die Legetechnik oder szenische Darstellungen auch mit Playmobil-Figuren genutzt wurden. Andere Gruppen vertieften ihr Wissen um einzelne Opfer des NS-Regimes, die sie im Laufe des Geschichtsunterrichts u.a. beim Besuch der Gedenkstätte KZ Neuengamme kennengelernt hatten und thematisierten die Erinnerungsorte an sie: der Sinto-Boxer Rukelie oder die Jüdin Agnes Zuleika Klein. Mit Hilfestellung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge entstand ein Video mit vielen Comicelementen zur Erinnerung an den verfolgten jüdischen Staatsrat der Finanzbehörde Leo Lippmann.
Bei der Recherche für ihre Filme haben sich die Schüler*innen an historischen Fakten orientiert und umfangreiche Recherchen betrieben. Ein großer Dank geht an die Projektleiter*innen des Kulturform21: Nora Luttmer (Autorin), André Lützen (Fotograf), Ruth Marie Kröger (Schauspielerin).
I. Beuse (Klassenlehrerin 10c)
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Ältere Beiträge der Sophie-Barat-Schule: Das Gedächtnis einer Stadt. Verfemt – eine Spurensuche. – Kulturforum21

