Medienbildung

Medienbildung

Medienbildung in Zeiten von KI 

Ob man KI begrüßt oder ihr kritisch gegenübersteht - fest steht: Eine Welt ohne KI wird es nicht
geben. Eltern und Lehrkräfte beschäftigen daher sicherlich gleichermaßen die Fragen: 

  • Wenn auf Knopfdruck Antworten zu jedem beliebigen Thema verfügbar sind: Wie
    ermutigen wir Kinder, dennoch den mitunter mühsamen Weg des Lernens auf sich zu
    nehmen – und zu erleben, wie gewinnbringend es sein kann, sich etwas selbst zu
    erschließen? 

  • Wie bestärken wir Kinder darin, ihre eigene Stimme zu entwickeln – auch wenn die KI die vermeintlich perfektere Antwort liefert? 

„Ein Platz bleibt leer, wenn du deinen Platz nicht einnimmst.“
Sophie Barat 

Der Weg zu einem mündigen Umgang mit KI braucht daher beides: 

  • Digitalfreie Lernphasen, die Raum für konzentriertes Lesen und Schreiben schaffen.
    Gerade in Gruppenarbeiten fördern sie den direkten Austausch, das Aushandeln
    unterschiedlicher Sichtweisen und die gemeinsame Lösungsfindung, ohne vorschnell
    auf KI-Antworten zurückzugreifen. 

  • Gezielte digitale Lernphasen, die Schülerinnen und Schülern digitale Kompetenzen
    vermitteln, die sie heute und in Zukunft brauchen – von der Nutzung digitaler
    Kommunikations- und Arbeitsplattformen über Textverarbeitung bis hin zum Einsatz
    digitaler Präsentationstools. Dies geschieht unter anderem im Rahmen unseres
    fächerübergreifenden Medienkompetenzcurriculums, wird aber zugleich als
    Querschnittsaufgabe aller Fächer verstanden. 

Zu unserem Bildungsauftrag gehört es ebenso, Chancen und Risiken digitaler Technologien
kritisch zu beleuchten: Wie können digitale Medien und KI das eigene Lernen unterstützen? Wie
verlässlich sind KI-generierte Informationen, und woher stammen die Trainingsdaten? Was gilt
es beim Datenschutz, beim Umgang miteinander im Netz und bei Cybermobbing zu beachten?
Und welche ethischen, gesellschaftlichen und ökologischen Fragen wirft der Einsatz von KI auf –
etwa mit Blick auf den hohen Ressourcenverbrauch? 

Auch wenn wir den Entwicklungen rund um KI immer ein Stück weit hinterher sein werden,
wollen wir als Schule kontinuierlich prüfen, welche Auswirkungen diese auf das Lernen und den
Unterricht haben. 

Kinder und Jugendliche zu kritischen und mündigen Menschen zu machen, war schon immer
Teil unserer Arbeit. Unter veränderten Bedingungen gilt es, diesen Auftrag neu in den Blick zu
nehmen und weiterzudenken. Denn alle Kinder – nicht nur an der Sophie – sollen gut auf eine
Zukunft vorbereitet sein, die ihnen beides abverlangen wird: den kompetenten Umgang mit
neuen Technologien und die Fähigkeit, selbst zu denken und zu urteilen. 

Wenn Sie Möglichkeiten zur Zusammenarbeit haben, die unsere Medienbildung bereichern
könnten, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme: laum@sbshh.de 

 

Medienbeauftragte:

Sarah Laum - Koordinator für Mediendidaktik (laum@sbshh.de)
Dr. Jonas Häring - Koordinator für Medientechnik (haering@sbs.de)

Downloads unter: Service: Sophie-Barat-Schule:

  • Medienkompetenzcurriculum Sek I
  • Medienkompetenzcurriculum Sek II (folgt)
  • Word-Handreichung für Schülerinnen und Schüler