Futurepreneur – Von der Idee zum eigenen Produkt

Vor den Futurepreneur-Projekttagen der Klassenstufe 9 war uns gar nicht bewusst, wie viel Arbeit und Aufwand eigentlich hinter einem eigenen Unternehmen und dessen Produkten steckt. Was zunächst wie ein normales Schulprojekt schien, entpuppte sich im Laufe der drei Tage als spannende und unterhaltsame Möglichkeit, erste Eindrücke und lehrreiche Erfahrungen im Bereich der Unternehmensgründung zu sammeln – von der ersten Idee über die Planung bis hin zur Produktion und dem Verkauf. 

Bereits am ersten Tag lernten wir, wie komplex eine Unternehmensgründung wirklich ist. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde beantwortete unser Mentor zunächst unsere Fragen. Anschließend übten wir, wie echtes Brainstorming funktioniert, und verstanden schnell, weshalb diese Methode Unternehmen bei der Ideenfindung hilft. Besonders spannend war, dass uns unter Zeitdruck deutlich mehr Ideen einfielen als erwartet und wir merkten, dass jede Idee willkommen ist. So konnten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen und die ursprünglich erwartete Eintönigkeit verflog schnell. 

Nachdem wir in unseren jeweiligen Gruppen verschiedene Geschäftsideen entwickelt hatten, setzten wir uns zusammen und besprachen, welche davon das Potenzial hatte, bei Käufern gut anzukommen und dementsprechend Geld einzubringen. Als dann die Entscheidung getroffen war, wurde uns ein Arbeitsplan ausgehändigt, damit unsere Idee eine Struktur bekam und wir den Überblick behielten. Anschließend erstellte jede Gruppe ein Plakat, mit dem sie ihre Geschäftsidee den anderen Gruppen vorstellte. Der Tag war zwar relativ anstrengend, ging aber doch schnell vorbei, da uns die Arbeit in den Gruppen viel Spaß machte. 

In den nächsten zwei Tagen ging es dann darum, unsere Pläne in die Realität umzusetzen. Dabei zeigte sich schnell, wie unterschiedlich die einzelnen Projekte waren. Einige Gruppen schmolzen alte Kerzen ein und stellten daraus neue, bunte Kerzen her. Andere entwickelten ein Quiz, bei dem die Teilnehmer gegen einen kleinen Beitrag Fragen beantworten und Preise gewinnen konnten. Außerdem wurden Blumensamen, Schmuck und kleine Tonfiguren hergestellt und später verkauft. Je nach Idee unterschieden sich sowohl der Materialaufwand als auch die benötigte Zeit. Während manche Gruppen relativ schnell fertig waren, arbeiteten andere mehrere Stunden an ihren Produkten. Trotzdem war es schön zu sehen, wie aus den ersten Gedanken nach und nach etwas entstand, das man am nächsten Tag wirklich verkaufen konnte. 

Am dritten und letzten Tag fuhren wir dann gemeinsam nach Altona, um unsere Produkte dort an Passanten zu verkaufen. Zunächst suchten wir nach geeigneten Plätzen für unseren Verkauf. Dabei fragten wir die Ladenbesitzer um Erlaubnis, unsere Produkte vor ihren Geschäften verkaufen zu dürfen. Anschließend kamen wir schon nach kurzer Zeit mit den ersten Passanten ins Gespräch. Natürlich gab es auch Menschen, die kein Interesse hatten. Das gehörte aber dazu und wir merkten schnell, dass man sich davon nicht verunsichern lassen sollte. Viel häufiger trafen wir auf freundliche und aufgeschlossene Menschen, die sich für unsere Produkte begeisterten. Besonders ältere Passanten reagierten oft positiv und freuten sich über unsere selbst entwickelten Geschäftsideen. Dadurch wurde der Verkauf mit der Zeit immer einfacher und machte letztendlich sogar mehr Spaß, als viele von uns vorher erwartet hatten. 

Am Ende zeigte sich, wie unterschiedlich die Ergebnisse der Gruppen ausfielen: Einige konnten überraschend hohe Einnahmen erzielen, andere mussten feststellen, dass sich ihre Ideen weniger gut verkauften. Trotzdem waren alle mit ihrem Ergebnis zufrieden. Viel wichtiger als der Gewinn waren jedoch die Erfahrungen, die wir in diesen drei Tagen sammelten. Wir haben gelernt, wie viel Planung hinter einem Produkt steckt, wie wichtig gute Zusammenarbeit ist und dass man manchmal einfach den Mut haben muss, auf Menschen zuzugehen. Insgesamt waren die Futurepreneur-Projekttage deshalb eine besondere Abwechslung zum normalen Schulalltag. Dem nächsten 9. Jahrgang können wir dieses Projekt nur empfehlen. Wir sind sicher, dass die Schülerinnen und Schüler viele neue Erfahrungen sammeln und dabei genauso viel Freude haben werden wie wir.

Lilly Wenzel (9d) und Marie Moldenhauer (9d) 

__________________________________________________

Weitere Informationen unter: FUTUREPRENEUR e.V.