Lernen in Freiheit – Tag der freien Schulen 2018

„Lehrer wollte ich auf keinen Fall werden…“ Im Normalfall vielleicht eine etwas problematische Aussage zu Beginn einer Schulstunde, am 25. Oktober 2018 aber der Auftakt zu einer etwas anderen PGW-Stunde in der Klasse 10c. Im Rahmen des Tages der freien Schulen verbannte Herr Meyer (FDP, MdHB) den Politiklehrer in die letzte Reihe des Klassenraumes und spannte mit den Schülerinnen und Schülern gekonnt den Bogen von der Frage der individuellen Freiheit und Verantwortung, über die Grundprinzipien unserer Gesellschaft und unseres politischen Systems bis zur Frage des persönlichen politischen Engagements.

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Parallel diskutierte Herr de Vries (CDU, MdB) mit SchülerInnen und Schülern der ersten Semesters über Fragen und Probleme des Rechtsstaates, aber auch über den Wandel des Parteiensystems und daraus resultierende Herausforderungen für demokratischen Entscheidungsprozesse.

 

M. Siemer

Tag der freien Schulen

 

Stadtweiter „Tag der freien Schulen“ am Donnerstag, 25. Oktober 2018

 

28 Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft sowie des Deutschen Bundestages nutzen den diesjährigen Tag der freien Schulen am Donnerstag, 25. Oktober 2018, für einen Besuch an Hamburgs staatlich anerkannten Ersatzschulen. Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Hamburg (AGFS) informieren sich die Politikerinnen und Politiker vor Ort in Gesprächen mit Schulleitungen, Lehrer- und Elternvertretern sowie Schülern über die besonderen Profile, pädagogischen Konzepte sowie Chancen und Nöte staatlich anerkannter Ersatzschulen. Anschließend gestalten die Bürgerschafts- sowie Bundestagsabgeordneten selbst eine altersgerechte Schulstunde zum Thema „Lernen in Freiheit“. Auch Hamburgs Schulsenator Ties Rabe wird den Aktionstag nutzen, um einen persönlichen Einblick in eine staatlich anerkannte Ersatzschule zu nehmen. Ebenfalls mit dabei sind u.a. die Bundestagsabgeordneten Katja Suding (FDP), Anja Hajduk (Grüne), Marcus Weinberg (CDU) und Christoph de Vries (CDU) sowie die Bürgerschaftsabgeordneten Markus Schreiber (SPD), Dr. Stefanie von Berg (Grüne), Dirk Kienscherf (SPD) und Birgit Stöver (CDU).

„Die staatlich anerkannten Ersatzschulen sind nicht nur ein grundgesetzlich erwünschter Bestandteil des öffentlichen Bildungswesens. Sie sind das Spiegelbild einer vielfältigen und freien Bildungslandschaft“, erklärt Andreas Haase, Geschäftsführer der Brecht-Schule und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft freier Schulen in Hamburg. Der jährliche Aktionstag der freien Schulen biete eine hervorragende Möglichkeit, um Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft einen intensiven Einblick in die Arbeit und das vielfältige Wirken der freien Schulen in der Hansestadt zu geben.

Unter dem Motto „Lernen in Freiheit“ sind die Politiker in diesem Jahr aufgefordert, eine eigene Unterrichtsstunde mit Bezug auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu gestalten und junge Menschen zum Einsatz für das Allgemeinwohl zu ermutigen.

„Die Unterstützung freier Schulen ist ein elementarer Bestandteil des demokratischen Grundauftrages. Sie sichert Eltern und Kindern eine wirkliche bildungspolitische Alternative“, erklärt Abteilungsleiter Dr. Christopher Haep vom Erzbistum Hamburg, dem größten freien Schulträger in der Hansestadt. „Unsere Schulen sind keinesfalls ein Privileg für Kinder aus wohlhabenden Familien, sondern stehen allen bildungsinteressierten Familien offen. Freie Schulen gehören zu Hamburg wie die Elbe und der Michel“, so Haep.

In der Hansestadt Hamburg besuchen derzeit mehr als 20.500 Kinder und Jugendliche eine freie Schule. Das sind 10,6 % aller Schüler. Mit dem Tag der freien Schulen wollen die in der AGFS zusammengeschlossenen Schulträger – das Erzbistum Hamburg, der Arbeitskreis evangelischer Schulen, die Landesarbeitsgemeinschaft der Rudolf Steiner Schulen sowie der Verband Deutscher Privatschulen (VDP) – die Vielfalt der Profilierungen im Bildungssystem sichtbar machen.

 

Quelle: Arbeitsgemeinschaft freier Schulen