Kategorie-Archiv: Physik

Besuch bei Light&Schools

Ende November hat das Physik-/Geo-Profil des Jahrgangs Abi22 Light&Schools auf dem Campus Bahrenfeld der Universität Hamburg (DESY-Gelände) besucht und dort Experimente zur Quantenphysik durchgeführt. Wegen der Corona-Pandemie war lange Zeit ein Besuch dieses außerschulischen Lernortes, den die Sophie-Barat-Schule als einer der ersten Kooperationspartner seit 2009 mit ihren Physikkursen jährlich aufsucht, nicht möglich. Nun aber konnten Experimente wieder vor Ort und in einem neu eröffneten Gebäude durchgeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler befassten sich diesmal mit der Frage, was ein Quantenradierer ist und welcher Zusammenhang zwischen der Welcher-Weg-Information eines Photons und dem Auftreten von Interferenzmustern besteht. Die Theorie dazu hatten die Schülerinnen und Schüler zwar schon im Unterricht gelernt. Nun aber konnten sie den Quantenradierer selbst aufbauen und die absurden Ergebnisse der Quantenphysik hautnah erleben und nebenbei auch noch einiges über Laser-Experimente lernen. Dabei musste auch mit Frust umgegangen werden, der beim Experimentieren leider oft dazu gehört: Die Versuchsergebnisse hängen entscheidend von der richtigen Justage der optischen Elemente ab, und die war gar nicht so leicht zu realisieren.

J. Recker

GYPT 2020

Was Laser und Seifenblasen mit Tsunamiwellen gemeinsam haben oder wie TicTacs die Gesetzte der Physik überwinden, sind Fragen, mit denen man sich im Physikunterricht eher nicht beschäftigt. Der „German Young Physicist Tournament” hingegen bietet viele spannenden und tiefergehende Einblicken in die Welt der Physik, die uns tagtäglich umgibt.

Unser Team „Neon“, bestehend aus Ricarda, Isabella und Levke (S2) nahm mit viel Enthusiasmus und Motivation an diesem Wettbewerb teil.

Mit einer großen Anzahl an Aufgaben bietet der GYPT eine Möglichkeit das breite Spektrum der Physik kennenzulernen und eigenständig zu erforschen: Wir hatten so die Möglichkeit uns mit den Themenbereichen Optik, Mechanik, Thermodynamik und Strömungstheorien näher zu beschäftigen. Dabei war das gemeinsame, selbstständige Experimentieren für uns ein Highlight, da wir faszinierende Phänomene beobachten konnten, denen wir bisher selten Aufmerksamkeit geschenkt haben. Bei der Präsentation ist außerdem sehr schön, mit ebenfalls Physikbegeisterten in Kontakt zu kommen, auch wenn für uns dies nicht ganz so einfach war aufgrund von Corona.

Trotz hoher Anforderungen der Jury und großem Aufwand, hat sich der GYPT hat sich für uns definitiv gelohnt. Wer Lust auf weiterführende Experimente hat, ist hier definitiv gut aufgehoben!

Ricarda, Isabella und Levke aus den Physikkursen von Herrn Schröder und Herrn Recker (Abi22)

Physik-„Enrichment“-Kurs: Eine wahre Bereicherung

Als uns angeboten wurde, an einem von der Universität Hamburg veranstalteten Physik-„Enrichment“-Programm zu wissenschaftlichen Arbeitsmethoden sowie zur Relativitäts- und Äthertheorie teilzunehmen, wussten wir nicht ganz, was auf uns zukommen würde. Wir konnten uns nur unsere eigenen Vorstellungen machen und spekulieren: Vielleicht lernen wir ein paar neue, Interessante Theorien kennen? Oder es wird einfach ganz viel Mathematik und endlose Formeln? Aber auf jeden Fall doch ganz viel Physik?!

Im Endeffekt war es dann allerdings doch anders als wir es eigentlich erwartet hatten.

Denn: was tatsächlich auf uns zukam, war ein in seiner Dauer sehr umfassendes Programm, bei dem es, wie wir schnell bemerkten, eben nicht um reine Wissensvermittlung ging! Es ging darum durch selbstständiges Erarbeiten und Überprüfen von Theorien den langwierigen Prozess der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung „am eigenen Leib“ zu erfahren. Nicht zuletzt auch durch viel Hinterfragen und Diskutieren. Nun aber mal zum Inhaltlichen: Zum einen gab es eine nicht weiter spannende Auffrischung der Kenntnisse, wie man mit Variablen rechnet und einen recht trockenen Einstieg in die Theorie der wissenschaftlichen Methode. Zum anderen wurden im Kurs aber auch kontroverse Diskussionen über diese Methode, über das Formulieren guter physikalischer Theorien und was sie von Verschwörungstheorien unterscheidet geführt. Aufbauend auf den so erarbeiteten Kenntnissen haben wir uns dann sehr genau mit der äußerst spannenden Äthertheorie auseinandergesetzt und diese selbst überprüft. Dabei ging es um langwierige, interessante Herleitungen von Formeln; Gedankenexperimente, Inertialsysteme und das Absolute und Relative! Darüber hinaus haben wir uns anhand eines Bahnsteiges angeschaut, wie Licht unterschiedlich lange für dieselbe Strecke benötigen kann (ja, wirklich!) und einiges mehr.

Was mich, Marten, am meisten überrascht hat, war tatsächlich nichts direkt auf die Physik Bezogenes; sondern vielmehr, wie schnell es uns als Gruppe mit etwa acht Mitgliedern, die am Programm teilnahmen, gelang, eine freundschaftliche Gruppendynamik aufzubauen; dadurch, dass wir an fast allen Aufgaben nicht allein, sondern in einer Gruppe gearbeitet haben, konnten wir uns gegenseitig unterstützen, „Aha“-Momente teilen und ich glaube, am Ende sind wir als Gruppe ein ganzes Stück zusammen gewachsen.

Was mich, Henning, besonders begeistert hat, waren ebenfalls die vielen „Aha“-Momente, ein beflügelndes Gefühl nach konzentriertem Nachdenken und den unzähligen Diskussionen endlich das Phänomen verstanden zu haben, so z.B. warum Zeit relativ ist! Ich muss der Ehrlichkeit halber sagen, dass ich nach den ersten zwei Terminen skeptisch gegenüber dem Kurs war, weil meine Erwartungen – viel Spannendes lernen – eher enttäuscht wurden. Dann jedoch habe ich angefangen zu verstehen, dass es eben grade nicht darum geht. Es geht darum nachzuvollziehen, welch schwierigen, zeitintensiven Weg die Wissenschaftler damals wie auch heute gehen, um wirklich neues Wissen zu generieren. Mit dieser Einstellung sollte man an diesen Kurs herangehen, sonst wird man enttäuscht!

Und deshalb freuen wir, Marten und Henning, uns schon, in den kommenden Ferien am weiterführenden Kurs teilzunehmen!

Marten Zielke und Henning Ripke, 2. Semester (Abi22) im Physik-/Geo-Profil bei Herrn Recker

„German Young Physicists’ Tournament“ (GYPT)

Am Samstag, den 08.02.2020 fand erneut der Regionalwettbewerb von „German Young Physicists’ Tournament“ (GYPT) statt, an dem unsere Schule mit Katharina Hansen, Max Köhler und Kian Kantor (2. Semester) teilgenommen hat. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit dem Coandă-Effekt (einem auch aus Sicht der Fachwissenschaft sehr schwer verständlichen aerodynamischen Phänomen) sowie der Flugphysik von Spielkarten näher beschäftigt.

Bei GYPT handelt es sich um einen bundesweiten Physik-Wettbewerb, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihre Lösungen zu vorgegebenen physikalischen Problemen einer Jury auf Englisch präsentieren. Zugleich müssen sie Schwachstellen in den Forschungsarbeiten der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden und offen diskutieren. Für eine gute Platzierung beim Regionalwettbewerb sind also beide Qualitäten notwendig – Wissenschaft und Kommunikationsfähigkeit.

J. Recker

1. Preis beim bundesweiten Physikwettbewerb für Ann-Florine

Mit Gleichgesinnten in Kontakt kommen, an physikalischen Fragestellungen zu den Themen Optik, Mechanik oder Wärmelehrer knobeln und eigene Experimente durchführen können Schülerinnen und Schüler beim Bundesweiten Physikwettbewerb des MNU (Verband der Förderung des MINT-Unterrichts).

Ann-Florine Funnemann (Klasse 8b) ist schon zum zweiten Mal in der Juniorrunde dabei und hat in der 1. Runde einen 1. Preis erhalten. Ihre Physiklehrerin Frau Kesten und die Schulleiterin Frau Dr. Roosen gratulierten bei der Urkundenübergabe.

Weitere Informationen zum Wettbewerb unter:

https://www.mnu.de/wettbewerbe#physikwettbewerb

Herzlichen Glückwunsch, Ann-Florine!

S. Walter

« Ältere Beiträge