Kategorie-Archiv: Theater

Futurologischer Kongress: Hamburger Menetekel

Welche Verbindung gibt es zwischen dem Alten Testament und der aktuellen Graffiti in Hamburg? Antworten dazu wird es auf dem ’Futurologischen Kongress Hamburger Menetekel‘ des Deutschen Schauspielhauses am 24./25./26. Mai geben!

Seit vielen Monaten beschäftigen sich die Projektteilnehmer – Schülergruppen aus verschiedenen Stadtteilen (’Hamburgs Zukunft‘), professionelle Künstler und viele namhafte Experten zu  Zukunftsthemen wie unter anderem Klimawandel, Verteilungsgerechtigkeit oder Stadt als Beute – mit dem Thema.

Und wir sind dabei!

2 Theaterkurse des Jahrgangs 11 arbeiten zur Zeit mit dem Regisseur Ron Zimmering zusammen und bereiten ihren Auftritt auf der großen Bühne des Deutschen Schauspielhauses vor.

Sie sind neugierig geworden? Mehr Informationen finden Sie unter dem Link ’hamburgermenetekel.de‘.

Dort gibt es auch die Ticketpreise.

 

Verpassen Sie dieses außergewöhnliche kulturelle Ereignis nicht und bestellen Sie Ihre Tickets vor, denn es wird nur die 3 Aufführungen geben und der Andrang ist groß.

Wir freuen uns auf Sie!

 

Mit herzlichem Dank an das Kulturforum 21 für die Ermöglichung dieser Kooperation!

 

B. Müller

Theaterabend des 4. Semesters

„Vorhang auf“ hieß es auch in diesem Jahr wieder:  Am 22. März fand um 19:00 Uhr der Theaterabend statt!

Die vier Theaterkurse des 4. Semesters präsentierten ihre selbst entwickelten Stücke. Das Ergebnis waren eigens für diesen Abend gestaltete spannende und unterhaltsame Eigenproduktionen, die diediesjährigen Abiturienten ihren Mitschülern, ihren Freunden und natürlich ihren Familien vorstellten.

 

 

Theaterprojekt des Jahrgangs 7 in Kooperation mit dem Kulturforum 21:

Wir freuen uns über eine interessante künstlerische Erfahrung für unsere Siebtklässler!

Beim jährlichen Theaterprojekt der Stufe 7 in den Fach- und Reisetagen haben wir dieses Jahr mit dem Thalia Theater zusammengearbeitet.

Ein Team von Theaterpädagogen und Theaterpädagoginnen begleitete die 4 Klassen eine Woche lang und wurde von Lehrern und Lehrerinnen unterstützt.

Vom 17. bis 21. September experimentierten die Schüler und Schülerinnen mit den Themen des Stoffes ’Die Rote Zora’:

  • Was bedeutet Zusammenhalt?
  • Wer ist ein echter Freund?
  • Wem kann ich vertrauen?
  • Auf wen ist Verlass?
  • Worauf kommt es eigentlich an?

Mit Fragen wie diesen beschäftigten sich die Jugendlichen auf kreative Weise und fanden dabei ihren eigenen Zugang zum Stoff.

Dabei lernten sie  ganz nebenbei viele Grundlagen des Theaterspielens kennen.

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Nach konzentrierten und intensiven Proben begeisterte die Werkschau am Ende der Projektwoche das Schulpublikum.

 

B. Müller

Böse Geister

9807Am 05.06.2015 gastierte das Jugendtheater-Projekt TheaterTotal, bei dem auch unser ehemaliger Schüler Fabian Welle mitwirkt, in Hamburg. Um 19 Uhr spielte die Gruppe Das Stück „Böse Geister“ von Fjodor Dostojewskij im Rudolf Steiner Haus am Mittelweg.
Gefördert durch das „Kulturforum 21“ des Katholischen Schulverbandes haben im Vorfeld der Aufführung zwei Mitglieder des Ensembles von TheaterTotal dem DSP Kurs des Englisch Profils im zweiten Semester im Rahmen eines Workshops Einblicke in die praktische Theater- und Probenarbeit gegeben.

Keine Wegspur, nichts zu sehen,

 

wissen wir noch, wo wir sind?

 

Böse Geister, scheint es drehen

 

uns im Kreis, im Wirbelwind

 

(A. S. Puschkin)

 

 

 

In DostojBoese_Geister_Motiv_Webewskijs Roman aus dem Jahr 1871 verarbeitet er die 10

vorangegangenen Jahre – in denen unter anderem die Leibeigenschaft der

Bauern abgeschafft wurde, in St. Petersburg die Studentenunruhen blutig beendet wurden und eine ganze Generation junger Menschen dem Zaren den Rücken zudreht und dem Nihilismus in die Falle geht.

Nikolaj Stawrogin findet sich im Dorf seiner Mutter wieder, wo alles seit Jahren

den gleichen Mustern folgt. Intrige, Neid, Angst und Obsession. Die Bösen

Geister des Ortes haben sich breitgemacht. Nikolaj taucht tief in das Leben des Landadels ein. Er ist süchtig nach Selbsterfahrung. Das schale Gefühl bekommt er dabei jedoch nicht los. Warum bin ich hier? Was ist mein Ziel? Wofür lohnt

es sich zu kämpfen? All diese Fragen scheinen sich ihm nicht mehr zu stellen.

Als eine terroristische Gruppe ihn als Gallionsfigur gewinnen will, fangen die

Ereignisse an, sich zu überschlagen. Am Ende stehen ein abgebrannter Stadtteil, eine Handvoll Tote und ein großes Gefühl der Reue.

Der im damaligen Russland aufkommende Nihilismus bildete den Grund, auf

dem die totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts gedeihen konnten.

Dostojewskij will uns die Sinne für die Zeit des Übergangs schärfen und zeigt

auf, wozu moralische Gleichgültigkeit führen kann. Und so gilt es auch für uns

genauer hinzusehen, wer heute unsere Meinung beeinflusst. Wir unterliegen

den gleichen Versuchungen und Gefahren und teilen die gleiche

Verantwortung, wie die Figuren Dostojewskijs. Ob Pegida oder „je suis

Charlie“, es gilt zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden – sonst

laufen wir Gefahr, nicht mehr als Material für die Pläne anderer zu sein.

Es sind die drängenden politischen Fragen nach Verantwortung und der Wahl

der Mittel, aber noch mehr die Menschen und deren alltägliche Komik wie

Tragik, die Dostojewskij so groß machen. In unserer unlösbar komplizierten

Welt der Kleinkriege und des Terrorismus ist Dostojewskij der Scheinwerfer, der

einen scharfen Schatten zeichnet. Und trotz düsterer Atmosphäre funkelt es vor

humoristischen Einlagen und temperamentvollen Dialogen.

In stimmungsvollen Bildern taucht das junge Ensemble von TheaterTotal in Dostojewskijs Welt ein, die die Gesellschaft von heute spiegelt. Verwoben mit Musik und choreografischen Elementen fächert sich die Vielschichtigkeit des Dramas langsam auf, während die Handlung unnachgiebig vorangetrieben

wird.

Bei TheaterTotal finden sich jedes Jahr um die 30 junge Menschen aus ganz

Deutschland zusammen, um gemeinsam künstlerisch zu arbeiten und sich auf einer ganzen Bandbreite kreativer Berufe auszuprobieren. Schauspiel, Tanz, Tai-

Chi und Akrobatikunterricht gehören genauso zum Alltag, wie die Zubereitung eines täglichen Mittagessens für 30 Personen und die Organisation einer

dreimonatigen Tournee durch Deutschland und die Schweiz. Gemeinsam mit

professionellen Künstlern wird eine Inszenierung entwickelt, die dann von April

bis Juli auf der Tournee gespielt wird.

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